Oktober 17 2019

Lisa & Lena im Interview mit dem Nachrichtenportal nordbuzz

Im Zuge ihrer Fernsehrolle in dem Film „Was wir wussten – Risko Pille“ hatten Lisa & Lena offensichtlich ein Interview mit einem nordeutschen Nachrichtenportal. Wir vermuten, dass dies bei ihrem Pressetermin kürzlich in Hamburg entstanden ist.

 

Beispielfoto

Aus dem Interview möchten wir hier ein paar Ausschnitte zitieren, welche uns neu und informtiv erscheinen! Das ganze Interview könnt ihr online, auf der Seite des Portals lesen:

Sie spielen im Film YouTuberinnen … Würden Sie sich selbst als Influencer bezeichnen?
(Lena) Wir sind Influencer, machen das aber nicht als Beruf. Klar, wir beeinflussen Leute, allerdings nicht willentlich oder für Geld. Wir machen eigentlich keine Werbung.

 

Also sind nicht alle Social Media-Stars gleichzeitig Influencer?
(Lisa) Nein, wir haben Respekt vor Leuten, die über ihre Kanäle Werbung verbreiten. Aber – das wollten wir nie. Unser Ding ist Schauspiel, Mode, Musik. Wir haben jetzt eine Show auf YouTube. Da interviewen wir Künstler, denken uns Challenges aus. Solche Dinge. Und wir sind bei Instagram. Natürlich nutzen wir unsere Bekanntheit, um Erfahrungen weiterzugeben – vor allem an jüngere Mädchen. Aber wir wollen damit kein Geld verdienen.

 

Warum funktioniert das Modell Influencer, wenn doch die Jugendlichen wissen: Da bekommt jemand Geld dafür, dass er oder sie bestimmte Produkte gut findet?
(Lisa) Die Frage ist relativ schwer zu beantworten. Ich glaube, zum einen ist es die Expertise, die man den Leuten zuschreibt. Wenn jemand im Netz bekannt dafür ist, sich mit Beauty-Produkten auszukennen, glaubt man der Person einfach bestimmte Tipps. Selbst, wenn man annehmen kann, dass sie oder er dafür auch etwas von der Industrie bekommt. Außerdem verdienen viele Infuencer auch nichts oder nur sehr wenig direkt über die Industrie, glaube ich.

 

Ist die Tatsache, dass die Jugendlichen ihre Social Media Stars anhimmeln, sehr viel wichtiger, als deren tatsächliche Glaubwürdigkeit?
(Lena) Wir Social Media Stars werden von vielen Fans oder Followern auf jeden Fall mehr in den Himmel gehoben, als es angebracht wäre. Viele denken: Wir haben das perfekte Leben. Dabei wissen die meisten nicht, dass wir richtig arbeiten, dass wir diszipliniert sein müssen – und sich der Verdienst auch ziemlich in Grenzen hält.
(Lisa) Weil sie die Stars so überhöhen, glauben viele Fans, sie müssten alles genauso machen wie ihre Idole. Damit sie ebenso viel Erfolg und ein genauso tolles Leben haben. Leider sind viele Jugendliche in ihrer Selbstfindungsphase für solche Gedanken anfällig. Ich kann nur sagen: Mädels, Jungs – findet euren eigenen Weg. Etwas nachzumachen, bringt überhaupt nichts!

 

Sie sind jetzt 17 Jahre alt – und völlig immun gegen solche Gedanken?
(Lena) Nein, natürlich nicht. Deshalb verstehen wir ja auch die Fans. Wir warnen aber eben auch vor dieser Falle. Viele Fans glauben instinktiv: Wenn ich alles genauso mache, wie die Person, die ich verehre, dann werde ich zu dieser Person. Es klingt bescheuert, aber so funktioniert es. Man muss das erkennen und dann mit dem Älterwerden Stück für Stück aus diesem Denken rauswachsen.
(Lisa) … Für mich ist das eine klare Sache. Man hat gegenüber den jungen und sehr jungen Leuten, die einem folgen, eine große Verantwortung. Der müssen wir gerecht werden. Aber das muss man in unserer Position auch klipp und klar so sagen. Jeder, der so etwas macht wie wir, hat eine hohe Verantwortung. Man kann sich nicht aus dieser Verantwortung stehlen. 

Was sorgt für eine hohe Glaubwürdigkeit bei Influencern?
(Lisa) Wenn jemand ein Produkt wirklich konstant im Alltag benutzt, dann schafft das Glaubwürdigkeit. Wer aber jeden Tag eine neue Teesorte promotet, macht sich der Werbung verdächtig. Die Jugendlichen sind nicht blöd. Sie haben schon ein Gespür dafür, zwischen Werbung und echter Begeisterung zu unterscheiden.

 

Wie wird man seiner Rolle als Vorbild und Idol eigentlich gerecht?
(Lena) Zunächst mal wollen wir keine Idole sein, sondern nur Vorbilder und Inspirationsquelle. Ein Idol zu sein, ist gefährlich. Weil die Fans einfach alles so machen wollen, wie man selbst. Das finden wir nicht gut. Ich glaube, dass wir eine recht gute Erziehung zu Hause mitbekommen haben. Deshalb übernehmen wir auch Verantwortung. Mit TikTok und den Tanzvideos aufzuhören, war ein Teil dieser Verantwortung. Wir achteten auch immer darauf, dass wir hinter dem Text der Lieder stehen können, der in jenen Hits, zu denen wir Videos machten, gesungen wird. Ein cooler Beat reicht nicht aus, wenn der Text einen zweifelhaften Inhalt hat. Wir achteten auch immer darauf, dass wir nicht zu viel Haut zeigen.

 

Sie haben die Schule der Karriere wegen nach der 9. Klasse beendet. Was haben Ihre Eltern dazu gesagt?
(Lena) Es war sicher keine einfache Entscheidung, trotzdem sagten wir uns: Wir sehen jetzt so viele Möglichkeiten, Dinge ins Rollen zu bringen. Aber eben vielleicht nur jetzt. Man kann ja alle Ausbildungen nachholen, wenn Träume und Pläne nicht in Erfüllung gehen sollten. Aber jetzt machen wir erst mal hauptberuflich unser Ding: Schauspiel-Training, unsere Show, Instagram pflegen, Mails beantworten, wir führen unsere eigene Modemarke. Damit kann man locker einen Tag ausfüllen.
(Lisa) Es ist schon ein wenig komisch, wenn man mit 17 plötzlich selbständig ist. Wenn man ganz allein darüber entscheidet, was heute an Arbeit ansteht. Natürlich gibt es auch mal Tage, da haben wir wenig Bock und wollen lieber faul sein. Doch wir arbeiten daran, einen strukturierten Arbeitstag durchzuziehen. Ich finde, wir sind auf einem guten Weg. Und wir wohnen ja auch noch zu Hause. Die Eltern sind also auch noch da …

Quelle: nordbuzz.de

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